biosoph.ch

Dienstag, September 12, 2006

Talente entfalten!

okay, ich wiederhole mich ab und zu und immer wieder schreibe ich von "realizing your potential". So ist es kein Wunder, dass ich Euch diesen Artikel empfehle, denn er kommt immerhin von den Superstars in Sachen Unternehmensberatung (Kjell Nordström und Jonas Ridderstrale). Die beiden haben Bestseller wie Funky Business und Karaoke Kapitalismus geschrieben. Im Stern-Interview sagen sie warum es für die Zentral-Europäer so wichtig ist, ihre Talente zu entfalten und zu unverwechselbaren Marken zu werden.
http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/:Kapitalismus-Debatte-F%FCrchtet/547099.html?nv=ct_cb

Viele SchweizerInnen mögen jetzt sagen, "wir haben schon immer dank Qualität und Einzigartigkeit überlebt". Stimmt, wir waren mal ein Land von Unternehmern und Pionieren. Zur Zeit sind wir zwar eher eine Nation von Erbsenzählern und Verwaltern doch das kann sich rasch wieder ändern, das Potential dazu haben wir, nur Mut. So lasst Eure Kinder experimentieren, möglichst viele Erfahrungen machen und begleitet sie auf der Entdeckungsreise zu den eigenen Talenten.

Montag, August 28, 2006

ein kleiner, grosser Maler


Gian-Franco ist 8 Jahre alt, ziemlich gelassen und hat ein unglaubliches Gespür für Formen und Farben. Und jetzt hat er auch eine Homepage mit einigen Bildern. Schaut mal vorbei http://www.gian-franco-mazzola.ch.tf/ ist ziemlich cool.

Mittwoch, August 23, 2006

Wikipedia für Kinder

Dieses Wikipedia-Portal will Kindern, Schülern, Jugendlichen und Junggebliebenen den Einstieg in die Wikipedia, das umfassendste Nachschlagewerk im Internet, erleichtern und vor allem zur Nutzung der zahlreichen Inhalte und natürlich auch zur Mitarbeit anregen. Das Motto hier: Wissen bringt Spaß, Dazulernen ist so einfach.
Die Wikipedia ist ein tolles Lexikon, das es inzwischen in mehr als 200 Sprachen gibt. Jeder – auch du – kann mit seinem eigenen Wissen dazu mit beitragen – das ist ganz einfach!

Dienstag, August 08, 2006

Schonmal den Begriff "Social Entrepreneur" gehört

Als alte Freunde des Biosophen habt Ihr natürlich schon davon gehört.
Klaus Schwab vom WEF (World Economic Forum Davos) vergibt ja sogar einen Preis für den Social Entrepreneur of the year. 2005 wurde es übrigens ein Schweizer (Job Factory Basel).

Hier auf alle Fälle eine doppelte Empfehlung zum Thema:
Das Buch "How to change the World" von David Bornstein ist lesenswert und wer es noch intensiver mag, der melde sich zur GDI Pioneer Veranstaltung im September an. Dort kommt nämlich David Bornstein höchstpersönlich vorbei. https://www.gdi.ch/Agenda.15.0.html?&no_cache=1&L=0&tx_eventxl_pi1[showUid]=116

Hier ein kleiner Auszug:
Social Pioneers Are Changing the World
How a Silent Revolution Is Gaining Entrepreneurial Momentum
While you can’t find the term social entrepreneurship in the dictionary, it has become a familiar term in the last 10 years. But what is a social entrepreneur?
In his book «How to Change the World: Social Entrepreneurs and the Power of New Ideas», David Bornstein writes, «It is meaningless to talk about social entrepreneurs without considering the ethical quality of their motivation: the why. In the end, business and social entrepreneurs are very much the same animals. They think about problems the same way. They ask the same types of questions. The difference is not in temperament or ability, but in the nature of their visions. In a question: Does the entrepreneur dream of building the world’s greatest running-shoe company or vaccinating all the world’s children?» They are «the driven, creative individuals who question the status quo, exploit new opportunities, refuse to give up – and remake the world for the better.»

Montag, August 07, 2006

Jugend-UnternehmerInnen von ganz Europa haben überzeugt


(Bild: Für die Schweiz am Start das Team Sedia mit ihrem multifunktionalen KinderStuhl)

Am letzten Freitag war ich anlässlich des Finale der Europäischen Mini-Unternehmer Wettbwerbs von "Young Enterprise" (http://www.youngenterprise.ch/) in Interlaken.
Was die 16jährigen Burschen und Mädchen, pardon, UnternehmerInnen und Unternehmer dort gezeigt haben, verdient den allergrössten Respekt. In den vergangenen Monaten hatten die Teams eine Firma gegründet (simuliert) und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Die Besten jedes Landes konnten an das Finale nach Interlaken wo unter 21 Nationen der Sieger gekürt wurde. Die Kids mussten in Interlaken verschiedene Aufgaben lösen, unter anderem hatte jedes Team eine 4 Minuten Präsentation vor der Jury und dem Publikum (rund 300 Personen im Saal). Die Präsentation war auf Englisch, also für die meisten in einer Fremdsprache. Und da ging die Post ab. Die Art und Weise wie Präsentiert wurde, verdient grosses Lob. Die Geschäfts-Ideen waren natürlich landesspezifisch und haben einen guten Einblick in die jeweilige Kultur und die Wahrnehmung der Jugend gegeben. Zwei Gemeinsamkeiten hatten die Ideen und Projekte allerdings. Die Themen Umweltschutz und Soziales scheinen in den meisten Ländern bei den Jugendlichen ganz oben auf der Liste zu stehen. Und sie alle haben Lösungen aufgezeigt, wie man aus den Problemen Chancen machen kann. Ich gratuliere allen Teilnehmern und hoffe, dass auch in Zukunft möglichst viele Jugendliche bei den Projekten von Young Enterprise mitmachen können. Uebrigens, Kinder und Teenager die während der Schulzeit bereits an solchen Projekten wie zum Beispiel bei Young Enterprise partizipieren, gründen später mit grosser Wahrscheinlichkeit eine eigene Firma. Besucht doch mal www.youngenterprise.ch.
Gewonnen hat übrigens die Idee aus Deutschland "KnowIt" http://80.237.163.165/index.php?id=25. Für die Schweiz am Start war Sedia http://www.sedia.ch.vu/ und die haben ebenfalls einen Preis gewonnen (Geschäfts-Idee mit dem international grössten Potential). Wir Gratulieren.

Sonntag, Juli 23, 2006

Verein "Freunde des Biosophen" gegründet


Hallo zusammen
Am Freitag, 21.07.06 haben wir die Gründungsvesammlung für den Verein "Freunde des Biosophen" abgehalten. Somit gibt es ab sofort neue Möglichkeiten an der Entwicklung und Verbreitung des Gedankengutes vom Biosoph mitzumachen.
Mehr in Kürze auf www.biosoph.ch

Donnerstag, Juli 20, 2006

Der Mitmach-Zirkus


Der Circolino Pipistrello ist 25 Jahre alt.
...und die Idee des Mitmach-Zirkus begeistert nach wie vor viele viele Kinder und Jugendliche.
Die Jubiläumsturnee läuft auf Hochtouren und bereits können sich die interessierten Kids für das Programm 2007 bewerben. Ist echt empfehlenswert für alle Kinder und Jugendlichen, die mal richtig Zirkus machen wollen. http://www.pipistrello.ch/

Demokratie in der Familie

Aus dem Migros-Magazin vom 17.07.06
Demokratie in der Familie – eine Studie zeigt: Kinder mit Mitspracherecht sind mit sich zufriedener und haben bessere Noten.
Mehr Grenzen, Regeln und Strenge!, rufen die einen. Dann herrsche an Schweizer Schulen wieder Ordnung und Leistungsbereitschaft statt Chaos und Lust-losigkeit. Nein, sagen die anderen, Kinder bräuchten mehr Zeit, Zuwendung und Zwiegespräche. Die Verunsicherung der Eltern ist gross, der Ruf nach mehr Autorität ertönt laut.

Doch mit Letzterer ist kaum etwas zu erreichen, wie eine Studie der Universität Lausanne nun zeigt. Denn die höchsten Noten bekommen Kinder, die in der Erziehung ein Mitspracherecht geniessen. Sie sind auch am besten integriert und haben mehr Selbstachtung als andere. Wie der Lausanner Studienleiter Professor Alain Clémence und sein Team festgestellt haben, unterstützt eine autoritäre Erziehung die Schüler genauso wenig wie zu viel Laisser-faire. Unter einseitiger Bestimmung leiden besonders die jüngsten Schüler sowie Buben mit etwa 15 Jahren. Zu lose Zügel hingegen wirken sich vor allem bei Mädchen negativ aus und allgemein bei Schülern gegen Ende der Schulzeit.
Quer durch alle sozialen Schichten und Familienkonstellationen schneidet die so genannt autoritative Erziehung am besten ab. Sie sieht vor, dass Eltern viel lenken, aber auch viel loben und Kinder viel mitreden. Grundsätze, die sich auch das aus Australien importierte Modell Triple P (Positive parenting program) auf die Fahne geschrieben hat.
Partnerschaftlich erziehen
«Manchmal wäre es einfacher, den Kindern die Regeln bekanntzugeben und auf deren Einhaltung zu pochen», sagt Stefan Handschin (47), der soeben mit seiner Frau einen Triple-P-Kurs für Eltern von Teenagern absol-viert hat. Als Berufsoffizier weiss der Freiburger Familienvater, wovon er spricht. Zusammen mit seiner Frau Silvia hat er sich aber von Beginn weg entschieden, die beiden Kinder in partnerschaftlichem Stil zu erziehen. «Am Anfang ist dies sicher anstrengend», sagt seine Frau Silvia (47) dazu, «aber es lohnt sich.»

Tatsächlich haben die zwölfjährige Stefanie Handschin und ihr Bruder Jean-Louis (10) ihre Zeugnisse vor wenigen Tagen voller Stolz nach Hause gebracht. Beide sind in der Schule gut integriert und machen ihren Eltern auch daheim viel Freude. Sie erfüllen ihre «Ämtli» in Haus und Garten, leisten etwas für Zusatzsackgeld, verdienen sich TV-Minuten ab, halten sich an Abmachungen und murren nur selten übers Menü.
«Dahinter stecken viele grundlegende Diskussionen», sagt Vater Stefan. Denn Ferienreisen, Wochenendaktivitäten oder Aufgaben handelt die Familie im Gremium aus, erwünschte Verhaltensweisen werden ebenfalls im Kollektiv erarbeitet und vertraglich fest-gehalten. «Bei Partnerschaft, Beruf und Finanzen lassen wir uns aber nicht dreinreden», erklären die Eltern. Mit steigendem Alter bekommen ihre Sprösslinge mehr Pflichten, aber auch mehr Freiheiten. Der Lohn der ganzen Mühe: Zermürbende und unnötige – weil immer wiederkehrende – Diskussionen über Ordnung, Hausaufgaben oder TV-Konsum gibts nur selten. «Sind sie erst einmal ausdiskutiert, laufen viele Alltagsdinge von alleine», sagt Silvia Handschin, «Regeln und Aufgaben sind klar.» Sie sind auf einem Plan festgehalten.
«Das Ziel ist, irgendwann ohne den Plan auszukommen», sagt die Familienfrau, «ich bin aber jetzt schon stolz auf die Selbständigkeit meiner Kinder.» Die erlaubt ihr auch, mit einem 30-Prozent-Pensum wieder als Krankenschwester zu arbeiten.
Wert der Arbeit erkennen
«Mit gegenseitigem Respekt, Mitbestimmung und Eigenverantwortung bin ich selber aufgewachsen, und für meine Kinder kam kaum etwas anderes in Frage», sagt Silvia Handschin, während ihr Mann von einer Annäherung spricht: «Nach meiner Jugend in autoritärem Elternhaus und einem strengen Internat war ich auf argumentierende Kinder nicht wirklich gefasst», gesteht Stefan Handschin. «Meine Jugend war eigentlich wie das Dasein in einer geschützten Werkstatt», sagt er und erinnert sich mit Widerwillen an seine ersten Jahre ausserhalb des Elternhauses: «Trotz Mittelschulabschluss war ich viel zu wenig auf den fordernden Arbeitsalltag vorbereitet.»

Seine Kinder sollen deshalb früh die Wechselwirkung von Arbeit und Ertrag lernen, von Mitreden und Konsequenzen tragen. Denn daraus besteht das Leben nun einmal.
Text Yvette Hettinger / Bilder Stefan Süess
Triple-P-Kurse: Das Familienforschungsinstitut Freiburg sucht Eltern von Teenagern aus den Kantonen Bern und Freiburg für die Teilnahme an einer Studie: Telefon 026 300 73 59.Infos: www.triplep.ch

Was heisst autoritative Erziehung?
Aufmerksamkeit schenkenÜber den Tag verteilt immer wieder Zeit mit dem Kind verbringen und mit ihm Dinge tun, die beide mögen.

Das Kind lobenAm wirksamsten ist Lob, wenn man das Verhalten, das einem gefällt, beschreibt.
Liebe zeigenKuscheln, Umarmen, sagen, dass man das Kind liebt.
Mit dem Kind redenÜber Dinge, die es interessieren und die es erlebt hat. Auch eigene Erlebnisse mit dem Kind teilen. Erzählen und zuhören!
Zum Lernen anregenGelegenheit geben, Neues zu lernen. Modell sein und zeigen, wie etwas gemacht werden kann (nicht muss). Ausprobieren lassen und nur helfen, wo es nötig ist.
Grenzen setzenMit dem Kind die Regeln für das Zusammenleben besprechen und definieren. Vereinbaren, was bei einem Regelbruch passiert.
Konsequent seinBenimmt sich das Kind nicht wie vereinbart, sofort und angemessen reagieren. Ruhig bleiben, das Kind anweisen, sein Fehlverhalten zu beenden, ihm beistehen, indem man ihm sagt, was es stattdessen tun kann. Wenn es klappt, loben! Ansonsten die vereinbarten Konsequenzen folgen lassen.
Niemand ist perfektNicht erwarten, dass alles perfekt läuft, das ist unrealistisch und führt bloss zu Frust. Fehler beim Kind und bei sich selbst akzeptieren. Sich auch einmal Auszeiten gönnen und Unterstützung annehmen. http://www.migrosmagazin.ch/index.cfm?id=16323

Pisa-Sieger:"Traditionelle Schule beschämt"

VON CLAUDIA LAGLER (Die Presse) 17.07.2006
Interview. Die Ex-Direktorin der deutschen Pisa-Siegerschule über ihr Erfolgskonzept.
SALZBURG. Der deutsche Erfolgstrainer Jürgen Klinsmann wäre ein idealer Schulleiter. Davon ist die Pädagogin Enja Riegel überzeugt. Sie war langjährige Direktorin der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, die beim Pisa-Test als beste Schule Deutschlands abschnitt. Er nützte seine Macht im positiven Sinn, motivierte das Team und glaubte an die Leistung seiner Mannschaft. Vertrauen geben und Mut machen seien Grundvoraussetzungen, damit Schule gelingen könne, erklärte Riegel im Gespräch mit der "Presse".

Zu warten, bis der Staat das Schulsystem umkremple, bringe nichts. "Jede Schule kann sich auf den Weg machen und sich so verändern, dass die Schüler Freude am Lernen haben, die Lehrer gerne hingehen und die Leistungen stimmen", ist Riegel überzeugt. Dass es funktioniert, hat die Pädagogin mit der Helene-Lange-Schule gezeigt. Aus einem von der Schließung bedrohten Gymnasium wurde durch mutige Reformen eine integrierte Gesamtschule, die beim Pisa-Test 2001 quer durch alle Fächer mit den besten Leistungen Deutschlands überzeugte.
Was macht die Schule anders? Kontinuität, Verlässlichkeit und Überschaubarkeit sind für Riegel entscheidend. Jeweils sechs bis acht Pädagogen übernehmen einen Jahrgang für die gesamte Schulzeit. Die Jahrgänge werden nicht nach Leistungsgruppen getrennt. Hochbegabte und sehr schwache Schülerinnen und Schüler sitzen gemeinsam in der Klasse und lernen voneinander. Wiederholen von Klassen gibt es nicht.
Die Lehrkräfte müssen auch Fächer unterrichten, für die sie keine Spezialausbildung haben. "Die Schüler sehen, dass auch ihre Lehrer noch lernen müssen. Das spornt an und steigert die Leistung", sagte Riegel. Im Unterricht spielen mehrwöchige, fächerübergreifende Projekte, das Theaterspielen oder Praktika in Betrieben oder im Sozialbereich eine größere Rolle als das enge Korsett eines Lehrplans.
Wichtiger als Faktenwissen ist für Riegel, dass die Schüler das Lernen lernen. "Wenn Schüler schwach sind, dann ist die traditionelle Schule für sie eine kontinuierliche Kette von Beschämungen", weiß Riegel aus Erfahrung. Sie will mit ihrem Konzept Mut machen und den Kindern und Jugendlichen die Sicherheit geben, dass sie etwas erreichen können.
Rankings wie Pisa findet Riegel sinnvoll. Doch sie warnt auch vor Gefahren, die solche Vergleiche bergen: Es könne dazu führen, dass Lehrer nur mehr auf solche Tests hin unterrichten, um gut abzuschneiden. "Das tötet die Kreativität und erzeugt ein Klima von Angst", sagte Riegel. Die Schulen sollten ihre Ergebnisse erfahren, aber nicht öffentlich bloßgestellt werden.
Geht es um Schulreform, dann nennt Riegel den Pisa-Sieger Finnland mit der Gesamtschule, die sie selbst lieber als "Gemeinschaftsschule" bezeichnet, als großes Vorbild. Alle Kinder bis zum 14. oder 15. Lebensjahr gemeinsam zu unterrichten, fördere die Leistungen und sei außerdem einer Demokratie angemessen.