biosoph.ch

Sonntag, Juli 23, 2006

Verein "Freunde des Biosophen" gegründet


Hallo zusammen
Am Freitag, 21.07.06 haben wir die Gründungsvesammlung für den Verein "Freunde des Biosophen" abgehalten. Somit gibt es ab sofort neue Möglichkeiten an der Entwicklung und Verbreitung des Gedankengutes vom Biosoph mitzumachen.
Mehr in Kürze auf www.biosoph.ch

Donnerstag, Juli 20, 2006

Der Mitmach-Zirkus


Der Circolino Pipistrello ist 25 Jahre alt.
...und die Idee des Mitmach-Zirkus begeistert nach wie vor viele viele Kinder und Jugendliche.
Die Jubiläumsturnee läuft auf Hochtouren und bereits können sich die interessierten Kids für das Programm 2007 bewerben. Ist echt empfehlenswert für alle Kinder und Jugendlichen, die mal richtig Zirkus machen wollen. http://www.pipistrello.ch/

Demokratie in der Familie

Aus dem Migros-Magazin vom 17.07.06
Demokratie in der Familie – eine Studie zeigt: Kinder mit Mitspracherecht sind mit sich zufriedener und haben bessere Noten.
Mehr Grenzen, Regeln und Strenge!, rufen die einen. Dann herrsche an Schweizer Schulen wieder Ordnung und Leistungsbereitschaft statt Chaos und Lust-losigkeit. Nein, sagen die anderen, Kinder bräuchten mehr Zeit, Zuwendung und Zwiegespräche. Die Verunsicherung der Eltern ist gross, der Ruf nach mehr Autorität ertönt laut.

Doch mit Letzterer ist kaum etwas zu erreichen, wie eine Studie der Universität Lausanne nun zeigt. Denn die höchsten Noten bekommen Kinder, die in der Erziehung ein Mitspracherecht geniessen. Sie sind auch am besten integriert und haben mehr Selbstachtung als andere. Wie der Lausanner Studienleiter Professor Alain Clémence und sein Team festgestellt haben, unterstützt eine autoritäre Erziehung die Schüler genauso wenig wie zu viel Laisser-faire. Unter einseitiger Bestimmung leiden besonders die jüngsten Schüler sowie Buben mit etwa 15 Jahren. Zu lose Zügel hingegen wirken sich vor allem bei Mädchen negativ aus und allgemein bei Schülern gegen Ende der Schulzeit.
Quer durch alle sozialen Schichten und Familienkonstellationen schneidet die so genannt autoritative Erziehung am besten ab. Sie sieht vor, dass Eltern viel lenken, aber auch viel loben und Kinder viel mitreden. Grundsätze, die sich auch das aus Australien importierte Modell Triple P (Positive parenting program) auf die Fahne geschrieben hat.
Partnerschaftlich erziehen
«Manchmal wäre es einfacher, den Kindern die Regeln bekanntzugeben und auf deren Einhaltung zu pochen», sagt Stefan Handschin (47), der soeben mit seiner Frau einen Triple-P-Kurs für Eltern von Teenagern absol-viert hat. Als Berufsoffizier weiss der Freiburger Familienvater, wovon er spricht. Zusammen mit seiner Frau Silvia hat er sich aber von Beginn weg entschieden, die beiden Kinder in partnerschaftlichem Stil zu erziehen. «Am Anfang ist dies sicher anstrengend», sagt seine Frau Silvia (47) dazu, «aber es lohnt sich.»

Tatsächlich haben die zwölfjährige Stefanie Handschin und ihr Bruder Jean-Louis (10) ihre Zeugnisse vor wenigen Tagen voller Stolz nach Hause gebracht. Beide sind in der Schule gut integriert und machen ihren Eltern auch daheim viel Freude. Sie erfüllen ihre «Ämtli» in Haus und Garten, leisten etwas für Zusatzsackgeld, verdienen sich TV-Minuten ab, halten sich an Abmachungen und murren nur selten übers Menü.
«Dahinter stecken viele grundlegende Diskussionen», sagt Vater Stefan. Denn Ferienreisen, Wochenendaktivitäten oder Aufgaben handelt die Familie im Gremium aus, erwünschte Verhaltensweisen werden ebenfalls im Kollektiv erarbeitet und vertraglich fest-gehalten. «Bei Partnerschaft, Beruf und Finanzen lassen wir uns aber nicht dreinreden», erklären die Eltern. Mit steigendem Alter bekommen ihre Sprösslinge mehr Pflichten, aber auch mehr Freiheiten. Der Lohn der ganzen Mühe: Zermürbende und unnötige – weil immer wiederkehrende – Diskussionen über Ordnung, Hausaufgaben oder TV-Konsum gibts nur selten. «Sind sie erst einmal ausdiskutiert, laufen viele Alltagsdinge von alleine», sagt Silvia Handschin, «Regeln und Aufgaben sind klar.» Sie sind auf einem Plan festgehalten.
«Das Ziel ist, irgendwann ohne den Plan auszukommen», sagt die Familienfrau, «ich bin aber jetzt schon stolz auf die Selbständigkeit meiner Kinder.» Die erlaubt ihr auch, mit einem 30-Prozent-Pensum wieder als Krankenschwester zu arbeiten.
Wert der Arbeit erkennen
«Mit gegenseitigem Respekt, Mitbestimmung und Eigenverantwortung bin ich selber aufgewachsen, und für meine Kinder kam kaum etwas anderes in Frage», sagt Silvia Handschin, während ihr Mann von einer Annäherung spricht: «Nach meiner Jugend in autoritärem Elternhaus und einem strengen Internat war ich auf argumentierende Kinder nicht wirklich gefasst», gesteht Stefan Handschin. «Meine Jugend war eigentlich wie das Dasein in einer geschützten Werkstatt», sagt er und erinnert sich mit Widerwillen an seine ersten Jahre ausserhalb des Elternhauses: «Trotz Mittelschulabschluss war ich viel zu wenig auf den fordernden Arbeitsalltag vorbereitet.»

Seine Kinder sollen deshalb früh die Wechselwirkung von Arbeit und Ertrag lernen, von Mitreden und Konsequenzen tragen. Denn daraus besteht das Leben nun einmal.
Text Yvette Hettinger / Bilder Stefan Süess
Triple-P-Kurse: Das Familienforschungsinstitut Freiburg sucht Eltern von Teenagern aus den Kantonen Bern und Freiburg für die Teilnahme an einer Studie: Telefon 026 300 73 59.Infos: www.triplep.ch

Was heisst autoritative Erziehung?
Aufmerksamkeit schenkenÜber den Tag verteilt immer wieder Zeit mit dem Kind verbringen und mit ihm Dinge tun, die beide mögen.

Das Kind lobenAm wirksamsten ist Lob, wenn man das Verhalten, das einem gefällt, beschreibt.
Liebe zeigenKuscheln, Umarmen, sagen, dass man das Kind liebt.
Mit dem Kind redenÜber Dinge, die es interessieren und die es erlebt hat. Auch eigene Erlebnisse mit dem Kind teilen. Erzählen und zuhören!
Zum Lernen anregenGelegenheit geben, Neues zu lernen. Modell sein und zeigen, wie etwas gemacht werden kann (nicht muss). Ausprobieren lassen und nur helfen, wo es nötig ist.
Grenzen setzenMit dem Kind die Regeln für das Zusammenleben besprechen und definieren. Vereinbaren, was bei einem Regelbruch passiert.
Konsequent seinBenimmt sich das Kind nicht wie vereinbart, sofort und angemessen reagieren. Ruhig bleiben, das Kind anweisen, sein Fehlverhalten zu beenden, ihm beistehen, indem man ihm sagt, was es stattdessen tun kann. Wenn es klappt, loben! Ansonsten die vereinbarten Konsequenzen folgen lassen.
Niemand ist perfektNicht erwarten, dass alles perfekt läuft, das ist unrealistisch und führt bloss zu Frust. Fehler beim Kind und bei sich selbst akzeptieren. Sich auch einmal Auszeiten gönnen und Unterstützung annehmen. http://www.migrosmagazin.ch/index.cfm?id=16323

Pisa-Sieger:"Traditionelle Schule beschämt"

VON CLAUDIA LAGLER (Die Presse) 17.07.2006
Interview. Die Ex-Direktorin der deutschen Pisa-Siegerschule über ihr Erfolgskonzept.
SALZBURG. Der deutsche Erfolgstrainer Jürgen Klinsmann wäre ein idealer Schulleiter. Davon ist die Pädagogin Enja Riegel überzeugt. Sie war langjährige Direktorin der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, die beim Pisa-Test als beste Schule Deutschlands abschnitt. Er nützte seine Macht im positiven Sinn, motivierte das Team und glaubte an die Leistung seiner Mannschaft. Vertrauen geben und Mut machen seien Grundvoraussetzungen, damit Schule gelingen könne, erklärte Riegel im Gespräch mit der "Presse".

Zu warten, bis der Staat das Schulsystem umkremple, bringe nichts. "Jede Schule kann sich auf den Weg machen und sich so verändern, dass die Schüler Freude am Lernen haben, die Lehrer gerne hingehen und die Leistungen stimmen", ist Riegel überzeugt. Dass es funktioniert, hat die Pädagogin mit der Helene-Lange-Schule gezeigt. Aus einem von der Schließung bedrohten Gymnasium wurde durch mutige Reformen eine integrierte Gesamtschule, die beim Pisa-Test 2001 quer durch alle Fächer mit den besten Leistungen Deutschlands überzeugte.
Was macht die Schule anders? Kontinuität, Verlässlichkeit und Überschaubarkeit sind für Riegel entscheidend. Jeweils sechs bis acht Pädagogen übernehmen einen Jahrgang für die gesamte Schulzeit. Die Jahrgänge werden nicht nach Leistungsgruppen getrennt. Hochbegabte und sehr schwache Schülerinnen und Schüler sitzen gemeinsam in der Klasse und lernen voneinander. Wiederholen von Klassen gibt es nicht.
Die Lehrkräfte müssen auch Fächer unterrichten, für die sie keine Spezialausbildung haben. "Die Schüler sehen, dass auch ihre Lehrer noch lernen müssen. Das spornt an und steigert die Leistung", sagte Riegel. Im Unterricht spielen mehrwöchige, fächerübergreifende Projekte, das Theaterspielen oder Praktika in Betrieben oder im Sozialbereich eine größere Rolle als das enge Korsett eines Lehrplans.
Wichtiger als Faktenwissen ist für Riegel, dass die Schüler das Lernen lernen. "Wenn Schüler schwach sind, dann ist die traditionelle Schule für sie eine kontinuierliche Kette von Beschämungen", weiß Riegel aus Erfahrung. Sie will mit ihrem Konzept Mut machen und den Kindern und Jugendlichen die Sicherheit geben, dass sie etwas erreichen können.
Rankings wie Pisa findet Riegel sinnvoll. Doch sie warnt auch vor Gefahren, die solche Vergleiche bergen: Es könne dazu führen, dass Lehrer nur mehr auf solche Tests hin unterrichten, um gut abzuschneiden. "Das tötet die Kreativität und erzeugt ein Klima von Angst", sagte Riegel. Die Schulen sollten ihre Ergebnisse erfahren, aber nicht öffentlich bloßgestellt werden.
Geht es um Schulreform, dann nennt Riegel den Pisa-Sieger Finnland mit der Gesamtschule, die sie selbst lieber als "Gemeinschaftsschule" bezeichnet, als großes Vorbild. Alle Kinder bis zum 14. oder 15. Lebensjahr gemeinsam zu unterrichten, fördere die Leistungen und sei außerdem einer Demokratie angemessen.

Freitag, Juli 14, 2006

Talentwettbewerb namens "My Culture"


Habt Ihr die Plakate und Anzeigen schonmal gesehen? Zum 50. Geburtstag des Migros Kulturprozents wird ein Talentwettbewerb für Jugendliche unter 20 Jahren veranstaltet. Die Teilnehmer können Projekte in zu verschiedenen Tehmen eingeben (Theater, Media, Dance, Music etc.) Ich meine, das ist eine super Sache. Eine gute Gelegenheit für alle "Kreativen", die Ihre Chance wahrnehmen möchten. Mehr Informationen auf www.myculture.ch

Mittwoch, Juli 05, 2006

Wie kleine Menschen gross werden

Das Kinderbuch von Anna Wahlgren steht sicherlich bei vielen Familien im Bücherregal.
Und ob der ganzen neuen Empfehlungen wie man Kinder und Jugendliche erziehen soll, vergisst man manchmal das gute alte "Standard Werk" von Anna Wahlgren, mit welchem Mütter und Väter, Jugendliche und Kinder doch sehr einfach und treffsicher durch die Höhen und Tiefen des familiären Alltags navigieren können. http://www.buch.ch/shop/bch_buc_startseite/suchartikel/das_kinderbuch/anna_wahlgren/ISBN3-407-85787-X/ID4605177.html?jumpId=6804182

Ist mir nur grad so in den Sinn gekommen, als ich den Artikel im Focus gelesen habe. Unter dem Titel "mehr Disziplin wagen" kommen verschiedene Experten zu Wort.

Und noch etwas, hier ein Film der Euch inspirieren wird, wenn Ihr mit Jugendlichen zutun habt.
"Rhythm is it" http://www.rhythmisit.com/de/php/index_flash.php.